Meine Schutzkleidung – als Risikoanalyse betrachtet
Beruflich bewerte ich Gefährdungen an Fahrzeugen. Was passiert, wenn ich dieselbe Methode auf meine eigene Ausrüstung anwende?
In meinem Job frage ich jeden Tag: Was kann schiefgehen, wie schlimm wäre das, und wie wahrscheinlich ist es? Irgendwann habe ich mir gedacht, dieselben Fragen kann ich auch meiner Motorradjacke stellen.
Die Methode, ganz einfach
Für jedes Teil meiner Ausrüstung schaue ich auf drei Dinge:
- Gefährdung: Wovor soll es mich schützen? Abrieb, Aufprall, Kälte, Nässe, Sichtbarkeit.
- Schwere: Was passiert, wenn es versagt?
- Maßnahme: Was trage ich, und reicht das?
Was dabei herauskam
| Gefährdung | Schwere | Meine Maßnahme |
|---|---|---|
| Kopfverletzung | katastrophal | Integralhelm nach ECE 22.06 |
| Abrieb bei Sturz | kritisch | Jacke und Hose mit Protektoren |
| Handverletzung | kritisch | Handschuhe mit Knöchelschutz |
| Nicht gesehen werden | kritisch | Helle Elemente, Licht an |
| Unterkühlung im Herbst | mittel | Funktionsschicht, Regenkombi |
Mein Fazit
Die größte Lücke war nicht die Kleidung, sondern die Sichtbarkeit. Daran arbeite ich als Nächstes.
Das ist meine persönliche Einschätzung, keine Fachberatung.